Penzlin, 18.11.2019 – Pressemitteilung – Aufschrei der Windindustrie!

Schwerin, 4.11.2019 – Klagenflut legt die eigentlichen Probleme des unkontrollierten Windkraftausbaus offen
13. November 2019
Penkun, 28.11.2019 – zwielichtige Bürgerbeteiligungen ?
5. Dezember 2019

Pressemitteilung



Aufschrei der Windindustrie!
1000 m Abstand zur Wohnbebauung behindert Wirtschaftsinteressen!
Akzeptanz- Umfrage manipuliert?



Wieder einmal jammert die seid Jahren mit Milliardenbeträgen zugeschüttete Windindustrie. Der von Wirtschaftsminister Altmaier vorgeschlagenen bundesweit zukünftig einheitlich festzulegende Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauung von 1000 Meter soll für den Rückgang des Windindustrieanlagen- Zubaus verantwortlich sein bzw. ihm sogar den „Todesstoß“ versetzen.
Verschwiegen wird dabei aber, dass den Ländern und Kommunen im Gesetzentwurf sehr wohl ein Hintertürchen eingebaut werden soll. Sie könnten somit immer noch selbst bestimmen, ob sie noch kürzere Abstände zulassen. Eine Vergrößerung dieses immer noch weit unterhalb der Zumutbarkeitsgrenze liegenden Abstands ist außerhalb Bayerns ohnehin nicht vorgesehen.
Warum also dieser Aufschrei? Die kürzlich veröffentlichte Umfrage des Lobbyverbandes, der Fachagentur Windenergie an Land besagt doch: 82% der Menschen befürworten den Ausbau der Windenergie an Land. Angeblich sogar die Menschen vor Ort! Also keinerlei Gefahr für den weiteren Windindustrie Ausbau!
Bei so breiter Zustimmung gäbe es doch jetzt überhaupt keinen Grund mehr, die Privilegierung des Windkraftausbaus nach dem Baugesetzbuch § 35 weiter aufrecht zu erhalten und diese jetzt nicht endlich ersatzlos zu streichen! Die Solarbranche kommt doch von je her damit gut zurecht.
Wozu war überhaupt der Windkraftgipfel Anfang September nötig? Nur um weitere Privilegien von der Politik einzufordern? Sollte es dort nicht auch um „Akzeptanzerhöhung" gehen?
Statt dessen soll nun das Bundesnaturschutzgesetz „windindustriefreundlich" angepasst werden, um Vögel legal dem Tötungsrisiko auszusetzen. In die Gerichtsbarkeit soll eingegriffen werden, um Klagen gegen Windindustrie Projekte zu erschweren. Finanzielle Ersparnisse, für die Windindustrie, sollen die nicht mehr notwendigen Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in die Natur bringen. Und so weiter. Wieder einmal zeigt sich das wahre Gesicht dieser Branche.

Hier stimmt etwas nicht! Wer belügt hier wen und warum?



Fakt ist, dass die Windindustrie im Jahr 2018, lediglich 17,5% zur Bruttostromerzeugung beigetragen hat. Mit etwa 30000 Windkraftanlagen und Milliarden Kosten, die uns in Deutschland die höchsten Strompreise der Welt bescheren, hat die Windindustrie nicht einmal ein Fünftel zur Stromproduktion beigetragen. (Quelle Statista)
Fast „unplanbar“ lieferten diese Industrieanlagen ihren Strom und offenbart damit ihr größtes Manko. Warum man sich im Hinblick auf die „apokalyptisch gemachten“ Klimaveränderungen ausgerechnet eine vom Wetter stark beeinflussbare Energieversorgung als Zukunftstechnik verlassen sollte, erschließt sich gut informierten Menschen und sogar einigen Politikern immer weniger.
Wirtschaftsminister Altmaier hat außerdem offenbar erkannt, dass in einer Demokratie, Projekte wie die Energiewende nicht auf Kosten der direkt betroffenen Menschen übers Knie gebrochen werden können. Die vielen von dem massiven Zubau riesiger Windkraftanlagen betroffenen Menschen dürfen nicht übergangen oder gar mundtot gemacht werden. Die zahlreichen Klagen gegen Windindustrie Projekte sprechen jedenfalls nicht für eine Akzeptanz vor Ort.
Gerade in Mecklenburg Vorpommern wehren sich nicht nur immer mehr Bürger, sondern auch immer mehr Kommunen gegen diese verfehlte Energiepolitik.
Aus dem „Gegenwind“ könnte bald ein Sturm werden.

FREIER HORIZONT
Aktionsbündnis gegen unkontrollierten Windkraftausbau

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