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Altentreptow, 1.7.2019 Es stinkt gewaltig im Land!

Die Gemeinden Borgwall, Neu Plötz und Siedenbüssow sehen sich seit der Eingliederung in den Amtsbereich Vorpommern Greifswald mit den Regelungen des dortigen Windkraftausbaus konfrontiert. Während in der Mecklenburgischen Seenplatte der Planungsverband die Ausweisung neuer Eignungsgebiete regelt, wird das in Vorpommern-Greifswald, wie auch in Westmecklenburg im Auftrag der Planungsverbände durch die Potsdamer Kanzlei Dombert durchgeführt. Das kostete allein in Vorpommern stolze 224.000€, die das Anwaltsbüro dafür bekam. Aber das eigentlich Skandalöse an dem Verfahren ist, dass diese Anwaltskanzlei nicht nur die Einsprüche der Bürger an den Planungsverband abwiegt und auswertet, nein, parallel dazu vertritt und berät sie die Windkraftinvestoren bei der Planung,Genehmigung und Errichtung von Windkraftanlagen.
Das Energieministerium sieht darin kein Problem und glaubt an die Integrität der Kanzlei. Dombert selbst sieht keinen Interessenkonflikt und behauptet frech: "Wir kennen alle Seiten, was von unseren Auftraggebern regelmäßig geschätzt wird." Welchen Nutzen sollen die Planungsverbände daraus ziehen? Hier gibt es ganz offensichtlich nur einen Profiteur und das ist die Windkraftindustrie.
Anwälten ist es berufsrechtlich untersagt, widerstreitende Interessen in einem Mandat zu vertreten. In Sachen Windkraftausbau wird aber auf Wunsch des Energieministeriums alles möglich. Man braucht nur die demokratisch gewählten Planungsverbände mit mehr Personal auszustatten, dann wäre die Arbeit von ominösen Anwaltskanzleien überflüssig.

Das Ganze erinnert an Shakespeare's "Julius Cäsar" : "....denn Brutus ist ein ehrenwerter Mann, das sind sie alle, alle ehrenwert..."

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