10.8.2019 – Neubrandenburg -Das Gejammer der Windkraftbranche findet kein Ende

8.8.2019 – Ramin – „Wehret den Anfängen!“
30. August 2019
Schwerin, 4.11.2019 – Klagenflut legt die eigentlichen Probleme des unkontrollierten Windkraftausbaus offen
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Neubrandenburg, 10.8.19 Das Gejammer der Windkraftbranche findet kein Ende. In 2019 sind bisher gerade erst 86 Windkraftanlagen errichtet worden. Zum Vergleich waren es in 2018 im gleichen Zeitraum noch 497. Ins Stocken geriet der Ausbau durch Klagen, die jedoch großteils durch die Windkraft selbst verursacht sind und durch artenschutzrechtliche Belange. Zeitgleich protestieren zu Recht Windkraftkritiker in der Uckermark oder der Friedländer Wiese gegen Ausbaupläne im Niedermoorgebiet oder in Nähe von Nationalparks und Biosphärenreservaten Brandenburgs.
Sollte die Windkraftindustrie sich nicht wie jeder andere an die Regelungen des Natur- und Artenschutzes halten müssen? Vereinfachte Verfahren, wie ein Zielabweichungsverfahren, ermöglichen schon heute die Errichtung in kritischen Gebieten. Der Ausbau der Windkraft fordert unverhältnismäßig viel Raum, zerstört ganze Landstriche. Unter diesem Gesichtspunkt ist es dringend notwendig, nur behutsam und kontrolliert einen weiteren Ausbau durchzuführen. Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands fordert jedoch ganz unverschämt in jedem Bundesland zwei Prozent mehr Fläche für die Windkraft.
Im Gegenzug dazu spricht sich Norbert Schumacher, Vorsitzender der Partei Freier Horizont, für einen sparsamen Umgang mit Ressourcen wie Landschaft und Natur sowie Entscheidungsmöglichkeiten für Bürger und Gemeinden vor Ort. Die Antwort der Politik auf die Kritik der vielen hunderten Bürgerinitiativen ist eine scheinbare finanzielle Beteiligung der Gemeinden. In Mecklenburg verweist Frau Ministerpräsidentin Schwesig wieder und wieder auf das Bürgerbeteiligungsgesetz. Zu dumm nur, dass dieses auf Klage eines Windkraftbetreibers hin, seit über einem Jahr beim Bundesverfassungsgericht auf Rechtmäßigkeit überprüft wird.
Das Bundeswirtschaftsministerium lädt im Herbst zu einem Windenergiegipfel ein. Wie lange noch, Herr Altmeier, sollen wir Bürger die Windkraft mit weiteren Milliarden Euro subventionieren und uns gleichzeitig unsere Natur und Landschaft zerstören lassen? Bereits in 2019 haben wir 364 Millionen Euro für abgeriegelten Strom an Windkraft- und Solaranlagenbetreiber gezahlt.

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