Studie zum Insektensterben durch Windräder

Die Suche nach verschwundenen Insekten hat eine unbequeme Lösung. Die Fakten jedoch waren seit Jahrzehnten bekannt. Fakt ist, dass beim Aufstellen von Windkraftanlagen auf eine Bioverträglichkeitsstudie mit Insekten verzichtet wurde mit der Begründung, dass sich Rotoren außerhalb des Habitats von Fluginsekten befinden und diese bei Windgeschwindigkeiten von über 5 km/h nicht fliegen würden. Beides ist falsch!
"Bereits seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts existiert umfassende Literatur zur Insektenmigration, die während der warmen Saison Massenbewegungen großer Schwärme in hunderten Metern Höhe nachweist", heißt es dazu in der Literaturrecherche der Drs.Trieb, Gerz und Geiger, die bereits im November 2018 veröffentlicht wurde.
Weiter heißt es:"Dabei zeigt sich, dass ausgewachsene,flugfähige Insekten kurz vor der Eiablage in großen Schwärmen hohe, schnelle Luftströmungen aufsuchen, um sich vom Wind zu entfernten Brutplätzen tragen zu lassen. Die Jahrmillionen alten Pfade, die sie dabei nutzen, werden seit etwa 30 Jahren zunehmend von Rotoren großer Windkraftanlagen gesäumt, deren Rotorblätter mit Blattspitzengeschwindigkeiten von mehreren hundert Stundenkilometern die Luft durchschneiden. Eine Modellanalyse beziffert die heute in Deutschland potenziell gefährdeten Insektenmengen mit etwa 24.000 t pro Jahr, und die beim Durchqueren der Rotoren entstehenden Verluste mit mindestens 1.200 t pro Jahr bzw. etwa 5-6 Mrd.Insekten pro Tag während der warmen Saison."
Hier muss es dringend Konsequenzen geben. Bisher aber wird wieder einmal, wie schon zum Sterben der Vögel und Fledermäuse in Windparks, geschwiegen.

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